Sei zurückhaltend

Lacey Brinley

Translated by Kai Mester: www.hoffnung-weltweit.de


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Was rät die Bibel der Christin in Bezug auf Kleidung? »Ebenso [will ich] auch, dass sich die Frauen in ehrbarem Anstand mit Schamhaftigkeit und Zucht schmücken, nicht mit Haarflechten oder Gold oder Perlen oder aufwendiger Kleidung.« (1. Timotheus 2,9)

In anderen Worten: Zurückhaltung! Anstand und Schlichtheit sind zwei Aspekte dieser Eigenschaft.

Anstand

Eine junge Frau, die sich anständig kleidet, zeigt damit Zurückhaltung und Respekt vor Gott und ihren Mitmenschen. Sie möchte nicht unanständig gekleidet sein.

Warum versteckten sich Adam und Eva vor Gott? »Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt; darum habe ich mich verborgen!« (1. Mose 3,10) Offensichtlich wussten die beiden, dass sie nicht nackt vor Gott treten konnten.

Doch waren Adam und Eva völlig nackt? »Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze.« (Vers 7) Hielt Gott einen Schurz oder Gürtel aus Feigenblättern für ausreichende
Kleidung? »Und Gott der Herr machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.« (1. Mose 3,21) Kleider und Lendenschurze, ein großer Unterschied!

Eine anständige junge Frau zeigt ihre Zurückhaltung und ihren Respekt, indem sie Kleidung trägt, die den Körper ausreichend bedeckt und vor unanständigen Blicken schützt.

Gott verbot den Israeliten auf Stufen zum Altar hinaufzugehen. Warum? »Steigt keine Stufen zu meinem Altar hinauf, damit man beim Hinaufsteigen nicht unter eure Gewänder blicken kann!« (2. Mose 20,26 Neues Leben) Unsere Kleidung bedeckt uns vielleicht ausreichend, wenn wir uns im Spiegel betrachten. Was aber ist, wenn wir Treppen steigen, gehen, rennen, uns bücken oder hinsetzen? Gott möchte nicht, dass sein Volk freizügige Kleidung trägt.

Die Folge von Bathsebas Entkleidung ist uns allen gut bekannt.

Wahrscheinlich hatte Bathseba in keinster Weise die Absicht, sich vor unbefugten Augen zu entkleiden. Sie hat einfach nicht daran gedacht, was andere sehen könnten. Das Ergebnis war tragisch: Israels König geriet in Versuchung und fiel in Sünde, Bathsebas Mann und Kind starben. Außerdem wurde das Königshaus von großen Problemen heimgesucht (2.
Samuel 11-18). So wie Bathseba ist vielennicht klar, wie sie auf andere wirken. Oft ist es ratsam, eine andere Person (zum Beispiel die Eltern) zu fragen, ob unsere Kleidung uns ausreichend vor neugierigen Blicken schützt.

Auch wenn David Bathseba nicht in sein Haus eingeladen hätte, wären seine wolllüstigen Blicke bereits Sünde gewesen. »Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.« (Matthäus 5,28)

Kann vorhandene oder fehlende Kleidung begehrliche Blicke auslösen?

Selbst wenn unsere Kleidung uns ausreichend bedeckt, kann sie trotzdem die Blicke auf sich ziehen. Liegt sie zu eng an oder hat Linien und Muster, die das Auge dorthin führen, wo es nicht hinwandern sollte? Unauffällige, schickliche Kleidung lenkt den Blick ins Gesicht und nicht auf den Körper. Woher weiß ich, wann Kleidung zu eng anliegt? Die Figur der Frau besteht aus Rundungen. Es liegt in der Natur der Sache, dass Kleidung oben auf diesen Rundungen aufliegt. Dass sie an den Rundungen aber auch von unten anliegt, ist nicht notwendig.

Woran lässt sich noch festmachen, ob Kleidung zu viel enthüllt?

Sind wir dafür verantwortlich, wenn wir mit unserer Kleidung oder unseren Taten, jemand ein Anstoß zur Sünde geben? Siehe Lukas 17,1-2; Römer 14,12-13.

Wenn wir anderen oder uns selbst einen Anstoß zur Sünde geben, fordert Jesus uns auf, den Stein des Anstoßes aus unserem Leben zu beseitigen, wie schwer oder schmerzhaft das auch sein mag (Matthäus 18,6-9).

Bin ich bereit meinen Komfort und meine Wünsche zu opfern, statt anderen Anstoß zur Sünde zu geben?

Nun zum zweiten Aspekt der Zurückhaltung:

Schlichtheit

Was ist Schlichtheit? Eine schlichte junge Frau wählt zurückhaltende Kleidung. Solche Kleidung ist frei von Überflüssigem, enthält also keine großen, auffälligen Muster oder übermäßigen Verzierungen.

Esther hätte wie andere junge Frauen versucht sein können, den König mit auffälliger Kleidung, eleganten Schuhen, einer ganz besonderen Frisur, viel Makeup und atemberaubendem Schmuck zu beeindrucken. Wie hätte sie sonst unter so vielen schönen Frauen hervorstechen wollen? Für welche Kleidung und Accessoires entschied sich Esther jedoch, als sie vor den König trat? »Dann ging die Jungfrau zum König; und alles, was sie wollte, musste man ihr geben, dass sie damit vom Frauenhaus in den Palast des Königs ginge … Als nun für Esther die Zeit herankam … begehrte sie nichts, als was Hegai, des Königs Kämmerer, der Hüter der Frauen, sagte. Und Esther fand Gunst bei allen, die sie sahen.« (Esther 2,13-15 Luther 84)

Esther wollte nur die Grundausstattung: alles, was der Kämmerer für nötig hielt.

Die Töchter Zions trugen dagegen Ketten, Armbänder, Ohrringe, Finger- und Nasenschmuck, Hüte und Stirnbänder, feine Stoffe, Schleier usw. Was für ein Kontrast zu Esthers schlichter, zurückhaltender Wahl! Ein eindeutiges Übermaß an Schmuck (Jesaja 3,16-24).

Was steckte hinter dem Verhalten der Töchter Zions und führte zu ihrem Niedergang? »Weil die Töchter Zions stolz geworden sind und mit emporgerecktem Hals einhergehen und herausfordernde Blicke werfen; weil sie trippelnd einherstolzieren und mit ihren Fußspangen klirren, deshalb wird der Herr den Scheitel der Töchter Zions kahl machen, und der Herr wird ihre Scham entblößen.« (Vers 16)

Die Frauen waren stolz und hochmütig und wollten sich hervortun. Sie zeigten mit ihrem Verhalten und ihrer Kleidung, dass sie nicht Gottes Ehre suchten. Sie wollten von allen gesehen werden, liefen sogar so, dass ihre Fußspangen klirrten und die Aufmerksamkeit auf sie zogen.

Stellen wir uns die Frage: Was kann ich tun, um keine unnötige Aufmerksamkeit zu erregen? Wie kann ich mich schlichter kleiden?

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